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erdgeborgen

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Zwischen Kunst und
Dasein


Kunst aus dem Systemwechsel von DDR zu BRD;
vom offenen zum subtilen Systemdruck

Thomas Sieber (geb. und gest. in Halle / 1968-2022)

Bilder von Thomas Sieber
  • erdgeborgen

    Ausstellungen 2027 in Halle (Saale) und 2028 in Berlin

    Das Ausstellungsprojekt, dem sich zwei Gedenkstätten angeschlossen, haben trägt den von Thomas Sieber geprägten Namen ´´erdgeborgen´´
    Thomas Sieber ist Opfer politisch motivierter Justiz in der ehemaligen DDR. Sein Lebens- bzw. Leidensweg drückt sich in seinen Bildern aus. Seine Konfrontation mit dem offen sichtbaren und physisch spürbaren Systemdruck, in Form seiner Inhaftierung in der Jugendstrafvollzugsanstalt in Halle/Saale in Sachsen-Anhalt und seine frühkindlichen traumatischen Erfahrungen der DDR-Kinderkrippen im Alter von 2 Jahren (von sieben Wochentagen volle fünf Tage in der Krippe), verlagerten seine eigentliche Schaffenszeit auf nach 1989.

    Grafik und Malerei 1992 – 2018

    Westdeutschland ?
    Bekannt waren und sind die ehemaligen DDR Inhaftierungsstätten in diesem „Westdeutschland“ kaum gewesen.
    Gedenkstätten ?
    Wer soll gedenken, wem soll es eine Lehre sein?
    Ostdeutschland?
    Berühmt berüchtigt waren die Stasi-Knasts in diesem Ostdeutschland um so mehr.
    Wir sehen uns das von innen an, aus dem Inneren eines Menschen, durch seine Kunst, seine Malerei, ausgestellt in diesen bekannt-unbekannten Orten der Bekämpfung von gesellschaftlich nicht „verwertbaren“ Menschen. Der Absonderung, des Ausschusses aus einer zutiefst kranken Gesellschaft.
    Der Blick vom Westen auf den Osten würde das bestätigen, sich nicht gemeint wissend. Doch hier spiegelt sich der Mensch im Menschen. Wir leben in einer zutiefst kranken Gesellschaft. In Ost und West. Und passen uns freiwillig an?
    Die erdrückende Datenlage der Zivilisationskrankheiten, die weit mehr uns belasten als die gesamte „fortschrittliche“ Medizin uns in den letzten 150 Jahren entlasten konnte.
    Und,
    Thomas Sieber in der kapitalistischen Zivilisation.
    Kapitalistisch, ein rotes Tuch für das DDR-Regime, so wie die Kapitalisten beim Wort Sozialismus rot sehen.
    In beiden Fällen bleibt der Mensch auf der Strecke, die Sicht bleibt gefärbt.
    Seine Abschlussarbeit auf der
    Kunsthochschule Halle „Burg Giebichenstein“ beschäftigt sich mit der mangelnden Aufarbeitung der NS-Zeit in der BRD. Seine Bilder drücken in einer nicht korrumpierbaren Weise ein Seelenleben aus, das dem offenen und dem subtilen Systemdruck ausgeliefert war.

    Ab 01. Oktober 2027 in Halle (Saale) Gedenkstätte Roter Ochse für politisch Inhaftierte der DDR. Voraussichtlich bis Ende 2027

    Ab 15. April 2028 – zum 60. Geburtstag von Thomas in der Gedenkstätte Hohenschönhausen in Berlin

    „Ich male nicht um Wände zu dekorieren“

    2027 im Roten Ochsen (links und Mitte)

    2028 in der Gedenkstätte Hohenschönhausen (rechts)

    „Kopf, Zahl und Dämonen“

    „Es ist kein Zeichen von Gesundheit sich an eine zutiefst kranke Gesellschaft anpassen zu können.“

    Oben:
    Porträt des Professors von Thomas Sieber an der Kunsthochschule in Halle
    Darüber:
    Ein Selbstporträt

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    Oktober 22, 2026

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